Einsatz – Tierrettung

Jack-Russel-Terrier Sancho war seit dem 22.05.2014 nachmittags bei einem Spaziergang verschwunden und wurde trotz stundenlanger Suche nicht wieder gefunden. Erst mit Hilfe eines Personensuchhundes des DRK Mannheim, der einer Freundin der Hundebesitzerin gehört, konnte am 23.05.2014 mittags der Verbleib des kleinen Vierbeiners geklĂ€rt werden. ZunĂ€chst war nur ein schwaches Bellen aus einem Erdhaufen – vermutlich ein Dachsbau – zu hören. Der Hund war so tief in einem Höhlengang verschwunden, dass er nicht mehr zu sehen war und sich aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage war, sich zu befreien. Vier EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr konnten den Höhlengang schließlich so weit aufgraben, dass Sancho aus seiner Zwangslage befreit wurde und seinen Besitzern zurĂŒck gebracht werden konnte.
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Feuerwehr in Gaiberg- Sechs Damen fahren gerne Unimog

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Frauen in Uniform: Christina Stadler, Steffi Oertle, Ulrike Röttig, Annika Menold, Stephanie Diemer und Lisa Wiener.
Foto: Fink

Gaiberg. Da wĂŒrde manch einer schon gerne das Geld fĂŒr eine Fehlalarmierung zahlen. Vorausgesetzt, er wĂŒsste im Voraus, dass ausschließlich die Damenriege der Freiwilligen Feuerwehr in Gaiberg ausrĂŒckt. Denn hier hat sich eine Gruppe von bislang sechs Feuerwehrfrauen gebildet. Diese Staffel war auch bereits im Echteinsatz, als die Gaiberger Freiwillige Feuerwehr nach Gauangelloch gerufen wurde. “Wir sind recht schnell verfĂŒgbar im Einsatzfall”, erzĂ€hlt Stephanie Diemer.
Alle Frauen haben Ausbildungen absolviert, da gibt es kein ZurĂŒckstehen hinter den mĂ€nnlichen Kollegen. Den TruppfĂŒhrer-, den KettensĂ€ge- und den Atemschutzlehrgang haben alle Damen in der Tasche, Lisa Wiener und Stephanie Diemer sind darĂŒber hinaus noch Maschinistinnen. “Die GruppenfĂŒhrerlehrgĂ€nge stehen noch aus, das dauert noch ein wenig”, berichtet Steffi Oertle. Sie und Kollegin Diemer haben zusĂ€tzlich den speziellen FĂŒhrerschein und können die Fahrzeuge fahren.
Die DienstĂ€lteste in der Runde ist Ulrike Röttig. Sie war vor ĂŒber 30 Jahren die erste Feuerwehrfrau im Rhein-Neckar-Kreis und steht auch heute noch “ihren Mann”. Alle Übungen und TĂ€tigkeiten werden gemeinsam mit den WehrmĂ€nnern durchgefĂŒhrt. “Da stecken wir natĂŒrlich nicht zurĂŒck”, so Annika Menold. Gut, wenn mal etwas Schweres zu heben ist, da ist immer ein starker Arm zur Stelle, der hilft.
Und wie war das zu Beginn der Karriere als Feuerwehrfrau? “Da haben vor allem unsere MĂŒtter komisch geguckt”, erinnert sich Christina Stadler. “Die hatten richtig Angst, dass etwas passiert.” Das war bisher – toi, toi, toi – noch nicht der Fall. Die EhemĂ€nner und Freunde haben sich daran gewöhnt, dass ihre Frauen im Alarmfall schnell zum FeuerwehrgerĂ€tehaus eilen. Oder auch daran, dass an manchen Sonntagen das Essen etwas spĂ€ter anfĂ€ngt, wenn etwa Übungen angesetzt sind.
Die AusrĂŒstung fĂŒr Frauen und MĂ€nner ist gleich. “Etwas taillierter und besser im Schnitt wĂ€re schon nicht schlecht”, schmunzelt Annika. Sei’s drum, es geht um ZweckmĂ€ĂŸigkeit und Schutz im Einsatz, das sehen die Damen ein.
Der Aufwand fĂŒr diesen Dienst am NĂ€chsten belĂ€uft sich auf etwa fĂŒnf Stunden in der Woche, manche der Frauen widmen sich dem Feuerwehrnachwuchs und sind in der Jugendarbeit aktiv. Zwei weitere Damen aus Gaiberg haben bereits Interesse an einer Mitarbeit signalisiert. Wenn diese so richtig einsteigen bei der Freiwilligen Feuerwehr wĂ€re eine Achter-Gruppe möglich.
Doch mehr Zeit zum Plaudern ist nicht an diesem Vormittag. “Aufsitzen und Abmarsch”, gibt Kommandant Peter Klehr die klare Anweisung. Die MĂ€nner und Frauen eilen zu ihren Fahrzeugen. “Wir nehmen den Unimog, da sitzt man so schön hoch”, freut sich Stephanie Diemer. Und schon laufen die Motoren an, es geht ab zur Übung.

Quelle: RNZ vom 10.5.2014; Roland Fink