Das Sommerfest der Feuerwehr Gaiberg fand am vergangenen Samstag, den 2.7.2016 statt. WĂ€hrend der Vorbereitungen und des Aufbaus regnete es in Strömen, so dass man schon befĂŒrchten konnte, das Fest werde ins Wasser fallen. GlĂŒcklicherweise war dies nicht der Fall. Zur Eröffnung begrĂŒĂte Kommandant Dr. Peter Klehr die GĂ€ste, die trotz des schlechten Wetters den Weg ins Feuerwehrhaus gefunden hatten und dankte dem Festausschuss fĂŒr die Organisation des Sommerfests.
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Kategorie: News
Nachrichten, Neuigkeiten und AnkĂŒndigungen der Feuerwehr Gaiberg
Freiwillige Feuerwehr = EHRENAMT
“Ich mache das Ehrenamt, um anderen zu helfen. Die Dankbarkeit derer, denen man hilft, ist eine groĂe Motivation. AuĂerdem wĂ€chst man in der Gemeinschaft an manchen Aufgaben ĂŒber sich hinaus” so die Antwort eines Mitglieds der aktiven Wehr auf die Frage nach dem Grund des ehrenamtlichen Engagements. In diesem Sinne Ă€uĂerten sich fast alle Feuerwehrleute, denen die gleiche Frage gestellt wurde. Auch der Wunsch, in der Gemeinde Gaiberg nicht nur zu wohnen, sondern sich aktiv in das Gemeindeleben einzubringen, spielt eine Rolle.
In den verschiedenen Abteilungen der Feuerwehr Gaiberg sind fast 50 ehrenamtliche Mitglieder. Gemeinsames Motiv ist die Freude daran, anderen Menschen, die in einer Notlage sind, helfen zu können. Das ist nicht immer einfach. Oftmals stöĂt man auf UnverstĂ€ndnis von Seiten derer, die die ehrenamtliche TĂ€tigkeit der Feuerwehr als selbstverstĂ€ndlichen Service oder schlimmer noch als Störung im eigenen Tagesablauf – wenn z.B. eine StraĂe gesperrt werden muss – empfinden.
Manche Erlebnisse und EindrĂŒcke aus dem Einsatzgeschehen sind nur schwer zu verkraften und mĂŒssen danach erst mal âverarbeitetâ werden; hier hilft es, in der Feuerwehr-Gemeinschaft aufgefangen und unterstĂŒtzt zu werden. “Wir sind auch in Notlagen untereinander gegenseitig fĂŒr uns da”.
Ehrenamt bei der Feuerwehr ist Herausforderung, Hilfe, Gemeinschaft, Freude, Neues lernen und niemals Langeweile. Je nachdem, in welcher Abteilung man sich engagiert oder welche Position jemand innehat, können in manchen Wochen schon mal bis zu 20 Stunden FeuerwehrtÀtigkeit anfallen.
Vorteile oder gar materiellen Gewinn bringt dieses Ehrenamt nicht. Trotzdem ist unsere TĂ€tigkeit nicht “umsonst”: Die Belohnung dafĂŒr ist z.B. die Begeisterung der Kinder unserer Jugendgruppen, ein Dankeschön bei EinsĂ€tzen zu hören (oftmals auch spontane Verpflegung mit Kaffee oder SĂŒĂigkeiten von Anwohnern), Anerkennung zu erhalten, Teamgeist und Kameradschaft zu erfahren, und das GefĂŒhl, etwas fĂŒr die Gesellschaft bzw. einfach das RICHTIGE zu tun.
Auch ist die Erfahrung von besonderer Gemeinschaft ein persönlicher Gewinn fĂŒr viele: Vollkommen unterschiedliche Menschen wachsen durch die gemeinsame Motivation, in Notlagen Hilfe zu leisten, zu einem Team zusammen, in dem sich im Fall der FĂ€lle jeder zu 100% auf den anderen verlassen kann.
INFO:
Die Tradition des Ehrenamts reicht zurĂŒck bis in die Zeit der Antike. Wer sich im alten Griechenland den Angelegenheiten des Gemeinwesens verweigerte, war ein idiĂłtes, (also ein Privatmensch): âWer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter BĂŒrgerâ, formulierte der Athener Perikles 500 v. Chr. Heute ist laut einer Studie des BMFSJ jeder 3. Deutsche in irgendeiner Weise ehrenamtlich tĂ€tig, deutschlandweit sind es ĂŒber 23 Millionen Menschen. In Gaiberg sind BĂŒrger in 26 verschiedenen Vereinen und Einrichtungen ehrenamtlich engagiert.
Ăberlandhilfe nach Wiesenbach – Gewerbehallenbrand am 7. Juni 2016
Ein GroĂbrand ereignete sich am Dienstag, den 7.6.2016, in Wiesenbach. In einer Fabrikhalle war ein Brand mit starker Rauchentwicklung ausgebrochen; die Halle stand nach kurzer Zeit in Vollbrand. Die Feuerwehr Gaiberg wurde um 18.24 Uhr alarmiert, um die Unterkreis-FĂŒhrungsgruppe zu unterstĂŒtzen, danach wurden zusĂ€tzlich noch AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger angefordert. Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Wiesenbach, NeckargemĂŒnd, Bammental, Meckesheim, Gauangelloch, Schönbrunn, MĂŒckenloch, Lobbach, Leimen, Schönau und Heidelberg wurden die Löscharbeiten bis 22.30 Uhr durchgefĂŒhrt. Auch das Technische Hilfswerk und das DRK waren im Einsatz. Aus Gaiberg waren 21 Feuerwehrleute mit 3 Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Der Stellvertretende BĂŒrgermeister Ralph Steffen war ebenfalls am Einsatzort, informierte sich ĂŒber den Verlauf der Löscharbeiten und Ă€uĂerte Anerkennung ĂŒber die Arbeit der Feuerwehrleute, die – auch durch die Unwetter der letzten Tage – ĂŒberdurchschnittlich viel Zeit und Kraft in die EinsĂ€tze der vergangenen Wochen investiert haben.
WĂ€hrend der Dauer der Ăberlandhilfe war die Gaiberger Wache zusĂ€tzlich mit weiteren Mitgliedern der aktiven Wehr besetzt, die fĂŒr den Fall eines erneuten Unwettereinsatzes, wie es via Unwetterwarnung fĂŒr diesen Abend prognostiziert war, in Bereitschaft blieben. Von weiteren Unwettern blieben wir aber zum GlĂŒck verschont.

























