Historisches

Schon vor der Gr√ľndung der Feuerwehr war die Brandbek√§mpfung in Gaiberg gut organisiert: Jeder, der die B√ľrgerrechte f√ľr sich in Anspruch nehmen wollte, hatte die Pflicht, einen ledernen Feuereimer zu bezahlen und diesen f√ľr Brandbek√§mpfungsma√ünahmen zu Hause bereit zu halten. Dies geht aus den Rechnungsb√ľchern der Gemeinde hervor, in denen ein Posten “Feuereimergeld” verzeichnet ist. An weiteren Ger√§ten wurden Feuerleitern, Feuerhaken, Pechkr√§nze und Pechfackeln in der Wachstube im Ortszentrum gelagert.

Um 1830 besa√üen die Gemeinden Gaiberg, Bammental und Gauangelloch eine gemeinsame Feuerspritze. Da der gr√∂√üte Teil dieser Spritze von Bammental bezahlt wurde, stand diese Spritze in Bammental. Wenn es in Gaiberg brannte, musste sie erst in Bammental geholt werden. Hierf√ľr waren die “Feuerreiter” zust√§ndig, die mit ihren Pferden nach Bammental ritten, dort die Spritze anspannten und nach Gaiberg brachten. Die Spritze kam deshalb oft erst zum Einsatz, als es nicht mehr viel zu l√∂schen gab, “…weil das Feuer bereits danieder gebrannt war”.

1854 sah man ein, dass die gemeinsame Spritze nicht das Ideale ist. Die Gemeinde Gaiberg kaufte deshalb eine eigene Feuerspritze bei der Fa. Metz in Heidelberg. Diese Spritze kostete damals 366 Gulden. Ebenfalls 1854 wurde der Brandweiher unterhalb des Gasthauses Krone, der im fr√ľhen 19. Jahrhundert angelegt wurde, eingew√∂lbt.

Im Jahr 1873 bestand die Feuerwehr Gaiberg aus etwa 100 Mann. Diese waren eingeteilt in zwei “Feuerrotten” (40 B√ľrger unter G. J. Himmelmann und 36 B√ľrger unter G. S. Wallenwein), eine Mannschaft zur Bedienung der Spritze (12 Mann unter Spritzenmeister M. Beckenhaupt) und nahezu 20 Mann Reserve. An Material und Ger√§ten waren in diesem Jahr 10 Pechfackeln, 35 Pechkr√§nze und 124 Feuereimer vorhanden.

1880 wurde das Prinzip der Freiwilligkeit eingef√ľhrt. Dies ist zwar nirgends dokumentiert, jedoch sank die Zahl der Feuerwehrm√§nner auf 50, was diesen Schluss nahe legt. Kommandant der ersten freiwilligen Feuerwehr wurde Peter Finzer. Die Wehr war jetzt in vier Gruppen eingeteilt: 1. Gruppe: 18 Mann Wassertr√§ger unter Johann Reinhard. 2. Gruppe: 14 Mann zur Bedienung der Spritze. Gruppenf√ľhrer: Spritzenmeister Michael Beckenhaupt. 3. Gruppe: Rettungsgruppe unter Jeremias Ziegler. 4.Gruppe: 6 Mann zum Bewachen und Sch√ľtzen der geretteten Fahrnisse. Verantwortlich f√ľr diese Gruppe war Friedrich Zimmermann. Als Feuerreiter waren Johann Hessenauer und Philipp Schneider aktiv. Bei Feuer im Ort wurde mit den Kirchenglocken Alarm gel√§utet, bei einem Brand ausw√§rts alarmierte der Gemeindediener die Feuerwehrleute mit der Gemeindeschelle.

Im Jahr 1904 wurde eine neue Feuerspritze bei der Fa. Metz in Heidelberg bestellt. Die Anschaffung kostete damals 1.350 Mark. Diese Spritze war bis zum zweiten Weltkrieg im Einsatz und wurde erst dann durch eine TS 818 auf einem Anh√§nger abgel√∂st. Heute w√ľrde diese Spritze einen enormen Wert darstellen, doch wurde sie leider in den sechziger Jahren an einen Schrotth√§ndler verkauft.

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Feuerwehr√ľbung um 1950 unter Kommandant Bernhard Arnold

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Einsatz einer Motorspritze ebenfalls um 1950.

1959 wurde der TSA durch das erste Fahrzeug der Feuerwehr Gaiberg, ein TSF abgelöst.

Im Jahr 1973 gr√ľndete Kommandant Alexander Seltenreich die Jugendfeuerwehr, die bis heute Garant des Nachwuchses der aktiven Wehr ist.

Das erste Löschgruppenfahrzeug, ein LF 8, wurde 1973 angeschafft. Diese Anschaffung machte den Bau eines neuen und größeren Feuerwehrhauses nötig, das 1974 eingeweiht werden konnte.

Wegen der zunehmenden Verbreitung von Kunststoffen im täglichen Leben und der damit verbundenen Gefahr bei Bränden wurde die Wehr 1978 mit schweren Atemschutzgeräten ausgestattet.

1979 folgte die Ausr√ľstung mit Funkger√§ten und Funkmeldeempf√§ngern. Dadurch wurde die ‚Äústille Alarmierung‚ÄĚ m√∂glich.

Aus eigenen Mitteln beschaffte die Feuerwehr 1980 einen Gerätewagen (einen gebrauchten Ford Transit), der 1981 durch den Mannschaftstransportwagen ersetzt wurde.

1983 wurde ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug in Dienst gestellt.

Im Jahr 1987 wurden neue Atemschutzger√§te beschafft und damit die Ausr√ľstung in diesem Bereich erg√§nzt.

1988 konnte das LF 8 mit einem Hilfeleistungssatz ausger√ľstet werden, der aus Spenden der Bev√∂lkerung finanziert wurde.

Die Zunahme der Transporte mit radioaktiven Stoffen machte es erforderlich, dass die Feuerwehren f√ľr Unf√§lle solcher Fahrzeuge entsprechend ausger√ľstet sind. So verf√ľgt die Feuerwehr Gaiberg seit 1989 √ľber eine Strahlenschutzausr√ľstung. Da in unserer Wehr auch ein Arzt (Dr. Peter Klehr) aktiv ist, lag es nahe, auch hier die Ausr√ľstung zu erweitern. 1989 konnte dank Spenden der Bev√∂lkerung ein Notarztkoffer angeschafft werden.

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Fahrzeuge der Feuerwehr Gaiberg 1990:   TLF 8/8   MTW   LF8

1990 wurde das alte TLF 8/8 ausgemustert und ein neues TLF 8/18 in Dienst gestellt.

1994 wurde das alte LF 8 ausgemustert und ein neues LF 8/6 in Dienst gestellt.

Im Jahr 1997 wurden die Angeh√∂rigen der Feuerwehr Gaiberg dank einer gro√üz√ľgigen Spende von Herrn M. Lautenschl√§ger einheitlich mit der neuen Einsatzkleidung 90 des Landes Baden-W√ľrttemberg ausgestattet.

1999 √ľbergab der Feuerwehr-F√∂rderverein der Wehr einen neuen L√ľfter, ein Ger√§t, das Frischluft in verrauchte Geb√§ude blasen kann.

Kommandant A. Seltenreich gab sein Amt im Jahre 2001 in j√ľngere H√§nde.
Der bisherige stellvertretende Kommandant Dr. Peter Klehr wurde zum Kommandanten gewählt, Stellvertreter wurde Dr. Gerd Renner.

Das Jahr 2002 war wieder von Neubeschaffungen gepr√§gt. So konnten eine general√ľberholte Anh√§ngeleiter AL18 sowie eine neue, von der Badischen Geb√§udeversicherung gespendete Tragkraftspritze TS 8/8 in Dienst gestellt werden.

Im Jahr 2003 wurden ein Atemschutzmasken-Pr√ľfger√§t sowie ein System zur Atemschutz- Einsatz√ľberwachung beschafft.

Erstmals in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Gaiberg konnten 2004 zwei Gruppen der Wehr das Goldene Leistungsabzeichen des Landes Baden-W√ľrttemberg erwerben.

Im Rahmen des 125-j√§hrigen Jubil√§ums im Jahre 2005 konnte mit Hilfe von Spenden aus der Bev√∂lkerung und einer gro√üz√ľgigen Spende von Herrn M. Lautenschl√§ger ein neuer MTW in Dienst gestellt werden.

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Fahrzeuge der Feuerwehr Gaiberg 2005:   LF 8/6    MTW    TLF8/18

Nach einem durch einen Blitzschlag ausgel√∂sten Dachstuhlbrand am 10. August 2009, der z√ľgig gel√∂scht werden konnte, zeigte sich der Gaiberger Ehrenb√ľrger und Ehrenmitglied der Feuerwehr Gaiberg Herr M. Lautenschl√§ger sehr beeindruckt von der Arbeit der Feuerwehr und stellte im Anschlu√ü eine Spende in H√∂he von 10.000 ‚ā¨ zur Verf√ľgung. Ein Gro√üteil dieser Spende wurde zur Anschaffung neuer Einsatzkleidung verwendet.

Der Feuerwehrausschu√ü stimmte in der Sitzung vom 14. Dezember 2010 der Gr√ľndung der Bambini-Feuerwehr Gaiberg zu.

Im M√§rz 2014 konnte dank einer gro√üz√ľgigen Spende von Prof. Dr. Max Haider die Ausr√ľstung der Gaiberger Wehr mit einer W√§rmebildkamera erg√§nzt werden. Diese kann beispielsweise bei Geb√§udebr√§nden zum Auffinden von vermissten Personen sowie zum Aufsp√ľren von Glutnestern verwendet werden.

Das Jahr 2015 war von Jubil√§en gepr√§gt: Am 27. Juni 2015 wurden 135 Jahre Feuerwehr Gaiberg und 5 Jahre Bambini Feuerwehr Gaiberg mit einer “√úbung der Generation” und anschlie√üendem Fest unter dem Motto “Der Berg brennt” begangen. Am 2. Oktober 2015 wurden 25 Jahre Partnerschaft mit der Feuerwehr Annaberg (√Ėsterreich) mit einem Festakt im B√ľrgerforum Gaiberg geb√ľhrend gefeiert.

Am 17. Februar 2016 konnte ein neues MLF (als Ersatzbeschaffung f√ľr das in die Jahre gekommene TLF) bei der Firma Magirus in Ulm abgeholt und in Dienst gestellt werden. Am 19. Februar 2016 wurden in der Generalversammlung die Kommandanten neu gew√§hlt. Eine vorherige Satzungs√§nderung l√§sst es nun zu, dass zwei Kommandanten-Stellvertreter m√∂glich sind. Dr. Peter Klehr wurde als Kommandant ebenso wie Dr. Gerd Renner als Kommandaten-Stellvertreter wieder gew√§hlt. Peter Brenner wurde in dieser Sitzung ebenfalls zum Kommandanten-Stellvertreter gew√§hlt.

Fahrzeuge der Feuerwehr Gaiberg 2020:   LF10    MTW    MLF

Am 29. Mai 2020 konnte das neue LF10 bei Magirus in Ulm abgeholt und in Dienst gestellt werden (als Ersatzbeschaffung f√ľr das inzwischen 25 Jahre alte LF8/6).